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Deine nächste Hüttentour

Deine nächste Hüttentour

Richtig packen für deine nächste Hüttentour

Der Weg ist geplant, der Schlafplatz reserviert und die Vorfreude steigt. Fehlt nur noch eine Frage: Was kommt in den Rucksack?

Bei einer Hüttentour gilt: Du brauchst genug, um auf Wetterwechsel und unerwartete Situationen vorbereitet zu sein. Gleichzeitig trägst du jedes zusätzliche Gramm über viele Höhenmeter nach oben.

Die Kunst liegt deshalb nicht darin, für jeden erdenklichen Fall zu packen. Sondern genau das mitzunehmen, was zu deiner Tour passt.

Deine Tour bestimmt deine Packliste

Bevor du den Rucksack öffnest, solltest du zuerst die Route anschauen. Denn eine Nacht in einer bewarteten Hütte stellt andere Anforderungen als eine mehrtägige Tour durch hochalpines Gelände.

  •   Stell dir vor dem Packen folgende Fragen:
  •   Wie viele Tage bin ich unterwegs?
  •   Wie viele Höhenmeter und Kilometer stehen täglich an?
  •   Wie anspruchsvoll und ausgesetzt ist die Route?
  •   Welche Wetterbedingungen sind zu erwarten?
  •   Ist die Hütte bewartet?
  •   Gibt es unterwegs Verpflegungs- und Wasserstellen?
  •   Benötige ich technische Ausrüstung

Prüfe ausserdem direkt bei der Hütte, was vor Ort vorhanden ist. Hüttenfinken, Handtücher, Lademöglichkeiten und Zahlungsmittel unterscheiden sich von Hütte zu Hütte.

Welche Rucksackgrösse brauche ich?

Für eine Hüttentour mit einer Übernachtung reicht meistens ein Rucksack mit ungefähr 25 bis 30 Litern. Bei mehrtägigen Touren können 35 bis 40 Liter sinnvoll sein.

Ein grösserer Rucksack bedeutet jedoch nicht automatisch mehr Komfort. Im Gegenteil: Zusätzlicher Platz wird meistens auch gefüllt.

Wähle deshalb einen Rucksack, der gut sitzt und genügend Platz für die notwendige Ausrüstung bietet. Hüftgurt und Schulterträger sollten sich sauber einstellen lassen, damit das Gewicht möglichst angenehm verteilt wird.

Und denke daran: Weniger Gewicht bedeutet mehr Energie für die eigentliche Tour.

Kleidung: Flexibel statt möglichst viel

In den Bergen können sich Temperatur und Wetter innerhalb kurzer Zeit verändern. Beim Aufstieg wird dir warm, auf dem Gipfel weht Wind und am Abend vor der Hütte sinken die Temperaturen deutlich.

Statt mehrere komplette Outfits einzupacken, setzt du am besten auf funktionale Layer, die sich flexibel kombinieren lassen.

R5 Base Layer: Trocken starten und trocken bleiben

Der Base Layer liegt direkt auf der Haut und transportiert Feuchtigkeit nach aussen. Packe ein schnelltrocknendes Funktionsshirt oder ein Shirt aus Merinowolle ein.

Für mehrtägige Touren genügt häufig ein zusätzliches Wechselshirt. Du brauchst nicht für jeden Tag ein komplett neues Outfit.

Baumwolle ist für schweisstreibende Etappen weniger geeignet. Sie speichert Feuchtigkeit, trocknet langsam und kann dich während einer Pause schnell auskühlen lassen.

R4 Mid Layer: Wärme für Pausen und Hüttenabende

Ein leichter Mid Layer gehört auch im Sommer in den Rucksack. Ein Stretchfleece oder eine leichte Isolationsjacke hält dich bei kühlen Starts, längeren Pausen und am Abend angenehm warm.

Ziehe die wärmende Schicht an, bevor du auskühlst. Besonders nach einem anstrengenden Aufstieg verliert der Körper in der Pause schnell Wärme.

R2 Softshell: Schutz bei Wind und Bewegung

Eine Softshell eignet sich für trockene, windige Bedingungen. Sie schützt dich vor dem Auskühlen, bleibt gleichzeitig atmungsaktiv und bietet viel Bewegungsfreiheit.
Je nach Wetter kannst du sie direkt über dem Base Layer oder zusammen mit einem leichten Mid Layer tragen.

R1 Hardshell: Bereit für den Wetterwechsel

Eine wasserdichte Jacke gehört bei praktisch jeder Hüttentour in den Rucksack. Auch wenn am Morgen die Sonne scheint, kann sich das Wetter in höheren Lagen rasch verändern.

Die Hardshell sollte leicht, gut verstaubar und schnell erreichbar sein. Bei einer unsicheren Prognose oder längerem Regen gehört zusätzlich eine wasserdichte Überhose ins Gepäck.

Diese Kleidung gehört in den Rucksack

Passe die Auswahl an Jahreszeit, Höhe und Wetterprognose an:

  •   ein zusätzlicher Base Layer oder ein trockenes Wechselshirt
  •   ein leichter Mid Layer
  •   eine Softshell oder windabweisende Jacke
  •  eine wasserdichte Hardshell
  •   bei Bedarf eine Regenhose
  •   leichte Kleidung für die Hütte
  •   frische Unterwäsche
  •   ein zusätzliches Paar Wandersocken
  •   eine leichte Mütze oder ein Stirnband
  •   dünne Handschuhe
  •   eine Cap oder ein Sonnenhut

Ein bewährter Tipp: Packe die Kleidung für die Hütte in einen wasserdichten Beutel. So hast du am Abend garantiert etwas Trockenes zum Anziehen.

Was brauche ich für die Übernachtung?

Eine Berghütte ist kein Hotel. Der Komfort ist einfacher, der Platz begrenzt und nicht alles ist jederzeit verfügbar.

Diese Dinge solltest du dabeihaben:

  •   einen leichten Hütten- oder Innenschlafsack
  •   bequeme Kleidung zum Schlafen 
  •   Ohrstöpsel 
  •   eine Stirnlampe
  •   ein kleines Mikrofaserhandtuch
  •   Zahnbürste und kleine Zahnpasta
  •   persönliche Hygieneartikel
  •   persönliche Medikamente
  •   Bargeld und eine Bankkarte
  •   Identitätskarte und bei Bedarf SAC-Ausweis
  •   Smartphone und eine kompakte Powerbank

Hüttenfinken sind in vielen Hütten vorhanden. Kläre dies am besten vor der Tour ab. Dasselbe gilt für Duschen, Steckdosen und die Möglichkeit, mit Karte zu bezahlen.

Sicherheit und Orientierung

Auch auf einer vermeintlich einfachen Hüttentour kann sich die Situation verändern. Nebel, Gewitter, Altschneefelder oder ein falscher Abzweiger können aus einer gemütlichen Wanderung eine ernsthafte Herausforderung machen.

Zur Grundausrüstung gehören deshalb:

  •   Smartphone mit Offline-Karte und gespeicherter Route
  •   Powerbank
  •   kleines Erste-Hilfe-Set
  •   Blasenpflaster und Tape
  •   Rettungsdecke
  •   Sonnenbrille
  •   Sonnencreme und Lippenschutz
  •   Stirnlampe
  •   Taschenmesser oder kleines Multifunktionstool
  •   genügend Getränke und Snacks

Je nach Route kommen Wanderstöcke, Grödel, Steigeisen, Pickel, Helm, Klettergurt oder weiteres technisches Material dazu. Solche Ausrüstung gehört jedoch nur dann in den Rucksack, wenn sie zur Tour passt und du sie sicher anwenden kannst.

Informiere zudem eine Person über deine geplante Route und die voraussichtliche Rückkehr. Verlasse dich nicht darauf, dass du unterwegs durchgehend Mobilfunkempfang hast.

Verpflegung: Genug Energie, wenig Ballast

Auf bewarteten Hütten kannst du in der Regel Abendessen und Frühstück beziehen. Für unterwegs brauchst du trotzdem genügend Energie.

Gut geeignet sind:

  •   Nüsse und Trockenfrüchte
  •   Energie- oder Müsliriegel
  •   belegte Brote
  •   Käse oder Trockenfleisch
  •   robustes Obst
  •   Elektrolyte bei langen und warmen Etappen

Wie viel Wasser du benötigst, hängt von der Dauer, den Temperaturen, der Anstrengung und den Nachfüllmöglichkeiten ab. Prüfe vor der Tour, ob du unterwegs zuverlässig Wasser auffüllen kannst.

So packst du deinen Rucksack richtig

Nicht nur was du mitnimmst, sondern auch wo du es verstaust, macht einen Unterschied.

Schwere Gegenstände gehören möglichst nahe an den Rücken. Leichte und selten benötigte Dinge können weiter unten verstaut werden. Alles, was du unterwegs schnell brauchst, kommt nach oben oder in ein Aussenfach.

Dazu gehören insbesondere:

  •   Regenjacke
  •   wärmender Layer
  •   Snacks
  •   Trinkflasche
  •   Sonnencreme
  •   Sonnenbrille
  •   Erste-Hilfe-Set
  •   Karte und Smartphone

Verwende kleine Packbeutel, um Kleidung, Hygieneartikel und Elektronik voneinander zu trennen. So findest du alles schneller und schützt empfindliche Gegenstände vor Feuchtigkeit.

Drei häufige Fehler beim Packen

1. Für jeden Tag ein neues Outfit mitnehmen:

Auf einer Hüttentour muss nicht jedes Kleidungsstück täglich frisch sein. Funktionale Materialien lassen sich mehrfach tragen und trocknen schnell. Ein trockenes Wechselshirt und frische Socken bringen mehr als mehrere komplette Outfits.

2. Die Regenjacke ganz unten verstauen:

Wenn das Wetter umschlägt, muss der Wetterschutz sofort erreichbar sein. Packe die Hardshell immer so, dass du sie mit wenigen Handgriffen hervorholen kannst.

3. Erst am Vorabend packen:

Wer unter Zeitdruck packt, nimmt häufig zu viel mit oder vergisst wichtige Kleinigkeiten. Lege deine Ausrüstung frühzeitig bereit und prüfe jedes Teil anhand der geplanten Route.

Weniger tragen. Mehr erleben.

Eine gute Packliste gibt dir Sicherheit, ohne dich unnötig zu belasten. Jedes Teil in deinem Rucksack sollte eine klare Funktion erfüllen und zu deiner Tour passen.

Mit leichten, vielseitig kombinierbaren Layern bist du für schweisstreibende Aufstiege, kühle Hüttenabende und überraschende Wetterwechsel vorbereitet.

So bleibt mehr Energie für das, worum es bei einer Hüttentour wirklich geht: den Weg, die Aussicht und das Gefühl, am Abend genau dort angekommen zu sein, wo du sein möchtest.

Entdecke die passenden RADYS Layer für deine nächste Hüttentour.

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