Ready to explore
Bei Radys gehen wir unseren eigenen Weg bei der Entwicklung nachhaltiger Funktionsbekleidung. Als erfahrene Outdoor-Sportler und Textilexperten setzen wir auf eine limitierte Kollektion langlebiger Produkte - die durch exakte Passform, fortschrittliche Technologien und umweltfreundliche Fertigung dauerhaft überzeugen.
Modular Layering System
Unsere innovative Bergsportbekleidung wird in den Schweizer Alpen entwickelt, ist universell einsetzbar und lässt sich perfekt miteinander kombinieren. Das durchdachte Modular Layering System macht es dir leicht, ein passendes Outfit für jede Wetterlage und Aktivität zusammenzustellen.


R'Sonic - Kissbonding Technologie
Übereinander gelegte Stoffe können durch ein Ultraschall aktiviertes Rad geschnitten und verschweisst werden. Nach dem Aufklappen wird die sich küssende Naht innen mit einem Stoffband dauerhaft verstärkt, wodurch ultra flache und elastische Stoffverbindungen erreicht werden.
Stories, Ratgeber und Infos
Nachhaltigkeit ohne Greenwashing: Was RADYS konkret anders macht
Nachhaltigkeit ist schnell versprochen. Ein grünes Etikett, ein recycelter Materialanteil oder ein einzelnes «umweltfreundliches» Produkt reichen heute oft aus, um ganze Kollektionen als nachhaltig zu bezeichnen. Doch echte Verantwortung beginnt dort, wo Massnahmen konkret, überprüfbar und langfristig angelegt sind. Dabei gilt auch für uns: Die Herstellung von Outdoorbekleidung benötigt Rohstoffe, Energie, Wasser und Transportwege. Vollständig ohne Auswirkungen auf die Umwelt geht es nicht. Unser Anspruch ist deshalb nicht, uns als perfekte Marke darzustellen. Wir wollen transparent zeigen, was wir bereits verändert haben, wo wir Verantwortung übernehmen und an welchen Lösungen wir gemeinsam mit anderen Akteuren arbeiten. Greenwashing beginnt bei vagen Versprechen Begriffe wie «grün», «umweltfreundlich» oder «nachhaltig» sagen allein wenig aus. Entscheidend sind die Fragen dahinter: Welche konkrete Massnahme wurde umgesetzt? Gilt sie für ein einzelnes Produkt oder die gesamte Kollektion? Wird die Wirkung gemessen? Gibt es externe Standards oder unabhängige Partner? Werden auch Zielkonflikte und Grenzen offengelegt? Für RADYS bedeutet Nachhaltigkeit deshalb mehr als die Auswahl einzelner Materialien. Wir betrachten die verwendete Chemie, die Herstellung, die Lebensdauer der Produkte und die Frage, was mit Textilien am Ende ihrer Nutzung geschieht. Seit 2014 konsequent PFC-frei Outdoorbekleidung soll zuverlässig vor Regen, Schnee und Wind schützen. Lange Zeit wurden für die wasserabweisende Ausrüstung von Textilien fluorierte Chemikalien eingesetzt. Diese werden häufig als PFC oder heute umfassender als PFAS bezeichnet. Der Vorteil dieser Stoffe ist ihre starke wasser-, schmutz- und ölabweisende Wirkung. Das Problem: Viele PFAS werden in der Umwelt kaum abgebaut und können sich über sehr lange Zeiträume in Wasser, Böden, Tieren und Menschen anreichern. RADYS hat deshalb bereits 2014 die gesamte Kollektion auf eine PFC-freie Wasserabweisung umgestellt. Zu einem Zeitpunkt, als fluorierte Ausrüstungen in der Outdoorbranche noch weitgehend als Standard galten. Greenpeace führte R’ADYS später als eine der kleineren Outdoor-Marken auf, deren gesamte funktionelle Wetterschutzkollektion bereits PFC-frei erhältlich war. Diese Entscheidung bringt auch einen Zielkonflikt mit sich: Eine PFC-freie Ausrüstung weist Wasser zuverlässig ab, bietet jedoch eine geringere Beständigkeit gegenüber Öl. Für den Einsatz im Bergsport ist dieser Nachteil in den meisten Situationen kaum relevant. Für die Umwelt macht der Verzicht hingegen einen entscheidenden Unterschied. Wir finden: Nachhaltigkeit ohne Greenwashing bedeutet auch, solche Abwägungen offen zu benennen. bluesign System Partner: Verantwortung beginnt vor dem fertigen Produkt RADYS ist offizieller bluesign System Partner. Der bluesign Ansatz setzt nicht erst beim fertigen Kleidungsstück an, sondern betrachtet die gesamte textile Wertschöpfungskette. Im Fokus stehen unter anderem: ein verantwortungsvoller Umgang mit Chemikalien der Schutz der Menschen in der Produktion ein reduzierter Verbrauch von Wasser und Energie geringere Emissionen und Umweltbelastungen mehr Transparenz innerhalb der Lieferkette Der System-Partnerstatus umfasst unter anderem regelmässige Beurteilungen, Analysen der Lieferkette und konkrete Verbesserungsmassnahmen. RADYS ist in der offiziellen bluesign Partnerliste als Schweizer Marke aufgeführt. Wichtig ist uns auch hier eine klare Unterscheidung: Eine bluesign Systempartnerschaft bedeutet nicht automatisch, dass jedes einzelne Produkt das Label «bluesign PRODUCT» trägt. Sie bedeutet, dass sich RADYS verpflichtet, nach den Anforderungen des Systems zu arbeiten und die Prozesse kontinuierlich weiterzuentwickeln. STS 2030: Gemeinsame Ziele statt isolierter Einzelmassnahmen Viele Herausforderungen der Textilindustrie lassen sich nicht von einer Marke allein lösen. Deshalb ist RADYS Mitglied und verpflichteter Akteur bei Sustainable Textiles Switzerland 2030, kurz STS 2030. Das Programm will die Schweizer Textil- und Bekleidungsbranche entlang der gesamten Wertschöpfungskette nachhaltiger gestalten. Die gemeinsamen Ziele betreffen vier zentrale Bereiche: Reduktion der Treibhausgasemissionen faire Löhne und menschenwürdige Arbeitsbedingungen Förderung kreislauffähiger Geschäftsmodelle mehr Transparenz für verantwortungsvolle Kaufentscheide Die beteiligten Unternehmen verpflichten sich zu den Zielen des Programms sowie dazu, ihre Fortschritte regelmässig zu messen und zu kommunizieren. RADYS wird auf der offiziellen Website als verpflichteter Akteur aufgeführt. Die Mitgliedschaft ist für uns deshalb kein dekoratives Logo. Sie schafft einen verbindlichen Rahmen, ermöglicht den Austausch mit anderen Unternehmen und macht Fortschritte besser vergleichbar. Fabric Loop: Kreislaufwirtschaft braucht eine Branchenlösung Ein besonders schwieriges Thema beginnt erst nach dem Verkauf eines Produkts: Was geschieht mit einem Kleidungsstück, wenn es nicht mehr genutzt werden kann? Einzelne Rücknahmeaktionen reichen nicht aus, um die grossen Mengen an Alttextilien sinnvoll zu sammeln, zu sortieren, wiederzuverwenden und zu recyceln. Dafür braucht es eine funktionierende Infrastruktur und eine gemeinsame Lösung für die gesamte Branche. RADYS hat deshalb 2024 gemeinsam mit weiteren Schweizer Textilunternehmen und Swiss Textiles den Verein Fabric Loop gegründet. Fabric Loop arbeitet an einem schweizweiten Kreislaufsystem, das verschiedene Strategien miteinander verbindet: Reuse: Produkte möglichst lange weiterverwenden Repair: Kleidung reparieren und ihre Nutzungsdauer verlängern Recycle: nicht mehr tragbare Textilien wieder als Rohstoff nutzen Finanziert werden soll das System unter anderem über einen vorgezogenen Recycling- beziehungsweise Kreislaufbeitrag. RADYS ist nicht nur Gründungsmitglied. Adrian Ruhstaller, CEO und Gründer von RADYS, engagiert sich auch im Vorstand von Fabric Loop. Damit bringen wir uns aktiv in die Entwicklung der Branchenlösung ein. Unser Ziel ist nicht nur, bessere Produkte herzustellen. Wir wollen dazu beitragen, dass Textilien in der Schweiz künftig länger genutzt und in funktionierenden Kreisläufen geführt werden können. 1 % unseres Umsatzes für Nachhaltigkeitsprojekte Nachhaltigkeitsprojekte benötigen nicht nur gute Absichten, sondern auch finanzielle Mittel. Deshalb investieren wir 1 % unseres Umsatzes in ausgewählte Nachhaltigkeitsprojekte. Die Höhe des Engagements wächst damit direkt mit unserem Unternehmen. Diese Entscheidung ist bewusst an den Umsatz gekoppelt und nicht an den Gewinn einzelner Produkte. So wird Nachhaltigkeit nicht von einer Sonderkollektion oder einer kurzfristigen Kampagne abhängig, sondern fest mit unserer wirtschaftlichen Tätigkeit verbunden. Langlebigkeit bleibt ein zentraler Faktor Die Umweltwirkung eines Produkts entsteht nicht nur bei der Herstellung. Entscheidend ist auch, wie lange und wie häufig es genutzt wird. Ein Kleidungsstück, das zuverlässig funktioniert, vielseitig kombiniert werden kann und über viele Jahre getragen wird, muss weniger schnell ersetzt werden. Deshalb setzen wir auf hochwertige Materialien, funktionale Konstruktionen und ein modulares Layering-System. Die einzelnen RADYS Layer sind so entwickelt, dass sie je nach Wetter, Temperatur und Aktivität miteinander kombiniert werden können. Dadurch entsteht keine Kollektion für einen einzigen Einsatzbereich, sondern ein System für unterschiedliche Touren und Jahreszeiten. Auch die richtige Pflege trägt dazu bei, die Funktion und Lebensdauer von Outdoorbekleidung zu erhalten. Regelmässiges Waschen nach Pflegeanleitung, eine gezielte Reaktivierung der Imprägnierung und kleinere Reparaturen können verhindern, dass ein grundsätzlich intaktes Produkt frühzeitig ersetzt wird. Was RADYS konkret anders macht Unser Nachhaltigkeitsansatz lässt sich auf fünf Punkte reduzieren: Wir verzichten seit 2014 in der gesamten Kollektion auf PFC-haltige Wasserabweisungen. Wir arbeiten als bluesign System Partner an verantwortungsvolleren Materialien und Produktionsprozessen. Wir verpflichten uns als Mitglied von STS 2030 zu gemeinsamen und messbaren Branchenzielen. Wir gestalten als Gründungs- und Vorstandsmitglied von Fabric Loop die Schweizer Textilkreislaufwirtschaft aktiv mit. Wir investieren 1 % unseres Umsatzes in Nachhaltigkeitsprojekte. Keine dieser Massnahmen löst allein sämtliche Herausforderungen der Textilindustrie. Zusammen schaffen sie aber konkrete Veränderungen, die über ein grünes Etikett hinausgehen. Nicht perfekt. Aber verbindlich. Nachhaltigkeit ist kein Zustand, den ein Unternehmen irgendwann vollständig erreicht. Sie ist ein laufender Prozess aus Entscheidungen, Investitionen, Zusammenarbeit und kontinuierlicher Verbesserung. Wir werden deshalb nicht behaupten, bereits am Ziel zu sein. Unser Versprechen ist ein anderes: Wir wollen unsere Verantwortung ernst nehmen, unsere Massnahmen konkret benennen und gemeinsam mit starken Partnern an Lösungen arbeiten, die langfristig Wirkung entfalten. Denn wer die Berge liebt, sollte nicht nur Bekleidung für sie entwickeln. Er sollte auch dazu beitragen, sie für kommende Generationen zu erhalten.
PFAS und PFC: Was steckt dahinter und warum ist PFAS/PFC-frei wichtig?
Regen perlt ab. Schnee bleibt nicht haften. Schmutz lässt sich einfach abwischen. Lange galten fluorierte Chemikalien als ideale Lösung, um Outdoorbekleidung dauerhaft vor Wasser, Öl und Verschmutzung zu schützen. Das Problem: Viele dieser Stoffe bleiben nicht nur lange auf der Jacke, sondern auch extrem lange in der Umwelt. Deshalb begegnen dir auf Outdoorprodukten heute immer häufiger Begriffe wie PFC-frei oder PFAS-frei. Doch was bedeuten diese Abkürzungen? Sind PFC und PFAS dasselbe? Und kann eine Hardshell ohne diese Stoffe überhaupt zuverlässig vor Regen schützen? Wir bringen Ordnung in die Begriffe und zeigen, weshalb RADYS schon früh auf eine PFC-freie Wasserabweisung umgestellt hat. Was sind PFAS? PFAS steht für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen. Dahinter verbirgt sich keine einzelne Chemikalie, sondern eine sehr grosse und vielfältige Stoffgruppe. PFAS werden seit Jahrzehnten in zahlreichen industriellen Prozessen und Konsumgütern eingesetzt. Sie finden sich beispielsweise in bestimmten Beschichtungen, Lebensmittelverpackungen, Löschschäumen, Pfannen und Textilien. Der Grund für ihren breiten Einsatz liegt in ihren besonderen Eigenschaften. Viele PFAS sind beständig gegen: Wasser Öl und Fett Schmutz Hitze chemische Einflüsse Diese Eigenschaften entstehen unter anderem durch sehr stabile Kohlenstoff-Fluor-Verbindungen. Genau diese Stabilität macht PFAS technisch interessant und ökologisch problematisch. Was bedeutet PFC? Der Begriff PFC wurde in der Outdoor- und Textilbranche lange als Sammelbegriff für fluorierte Chemikalien verwendet. Deshalb ist auf vielen Produkten und in älteren Informationen von PFC-freien Imprägnierungen die Rede. Heute wird häufiger der Begriff PFAS verwendet. Er ist wissenschaftlich und regulatorisch präziser und umfasst eine grosse Gruppe per- und polyfluorierter Alkylsubstanzen. Im Zusammenhang mit Outdoorbekleidung verfolgen die Bezeichnungen PFC-frei und PFAS-frei meist dieselbe grundsätzliche Botschaft: Die wasserabweisende Funktion soll ohne die problematischen fluorierten Chemikalien erreicht werden. Trotzdem lohnt sich ein genauer Blick. Manche Aussagen beziehen sich nur auf die Imprägnierung des Oberstoffs, andere auf die verwendete Membran oder das gesamte Produkt. Transparente Angaben zur jeweiligen Technologie sind deshalb wichtig. Warum wurden PFAS in Outdoorbekleidung eingesetzt? Bei Wetterschutzbekleidung kamen fluorierte Chemikalien vor allem für die dauerhaft wasserabweisende Ausrüstung des Obermaterials zum Einsatz. Häufig wird dafür die Abkürzung DWR verwendet. Sie steht für Durable Water Repellent. Eine solche Behandlung sorgt dafür, dass sich Wasser zu Tropfen formt und von der Oberfläche abrollt. Der Aussenstoff saugt sich dadurch weniger schnell voll, bleibt leichter und fühlt sich angenehmer an. Wichtig ist die Unterscheidung: Die Imprägnierung macht eine Hardshell nicht allein wasserdicht. Für die eigentliche Wasserdichtigkeit sind vor allem die Membran, die Verarbeitung der Nähte und die Konstruktion des Kleidungsstücks verantwortlich. Die Imprägnierung unterstützt diese Funktion, indem sie verhindert, dass sich der Oberstoff zu schnell mit Wasser vollsaugt. Warum gelten PFAS als problematisch? Die aussergewöhnliche Beständigkeit der Stoffe hat eine Kehrseite. Viele PFAS werden in der Natur kaum oder nur sehr langsam abgebaut. Deshalb werden sie häufig als Ewigkeitschemikalien bezeichnet. Gelangen PFAS in die Umwelt, können sie sich über Wasser und Böden verbreiten. Einige Stoffe können sich zudem in Menschen, Tieren und Nahrungsketten anreichern. Die nachträgliche Entfernung aus belastetem Wasser oder Boden ist technisch aufwendig und teuer. PFAS bilden eine grosse Stoffgruppe und sind nicht alle gleich gut untersucht oder gleich zu bewerten. Bei mehreren bekannten Vertretern wurden jedoch negative Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit festgestellt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit betrachtet bei vier besonders untersuchten PFAS die verminderte Reaktion des Immunsystems auf Impfungen als kritischen gesundheitlichen Effekt. Das Grundproblem bleibt unabhängig von einzelnen Substanzen bestehen: Was über sehr lange Zeit nicht zerfällt, kann sich über Generationen in der Umwelt verteilen und dort erhalten bleiben. Wie gelangen PFAS in die Umwelt? Der Eintrag kann entlang verschiedener Phasen des Produktlebenszyklus erfolgen: bei der Herstellung der Chemikalien während der Produktion und Ausrüstung von Textilien durch Nutzung, Abrieb und Waschen bei der Entsorgung oder Verbrennung über belastete Abwässer und Produktionsstandorte Die einzelne Jacke ist dabei nur ein Teil eines viel grösseren Gesamtbilds. PFAS kommen in zahlreichen Anwendungen vor. Gerade deshalb ist es wichtig, dort auf fluorierte Chemikalien zu verzichten, wo funktionierende Alternativen verfügbar sind. Bedeutet PFC-frei weniger Wetterschutz? Nein. Eine PFC-freie Imprägnierung kann Wasser weiterhin zuverlässig abweisen. Sie muss jedoch korrekt auf das Material abgestimmt und regelmässig gepflegt werden. Wir weisen offen auf einen kleinen Unterschied hin: Eine PFC-freie Behandlung weist Öl weniger stark ab als eine klassische fluorierte Ausrüstung. Für Bergsportbekleidung ist dies in den meisten Situationen kaum relevant. Entscheidend ist der Schutz vor Regen, Schnee und Feuchtigkeit. Bei einer Hardshell entsteht zuverlässiger Wetterschutz ohnehin aus mehreren Komponenten: einer wasserdichten und atmungsaktiven Membran funktional verarbeiteten Nähten passenden Reissverschlüssen und Abschlüssen einer wasserabweisenden Behandlung des Oberstoffs einer durchdachten Kapuzen- und Schnittkonstruktion PFC-frei bedeutet deshalb nicht automatisch weniger Leistung. Es bedeutet, die notwendige Funktion mit einer verantwortungsvolleren chemischen Lösung zu erreichen. Der RADYS Weg: PFC-frei seit 2014 Wir stellten bereits 2014 die gesamte Kollektion auf eine PFC-freie Wasserabweisung um. Damit gehörten wir zu den frühen Vorreitern der Outdoorbranche. Bei den Wetterschutzlayern verwenden wir eine PFC-freie Imprägnierung, die Wasser abperlen lässt, ohne dafür die problematischen Ewigkeitschemikalien einzusetzen. Der Anspruch dahinter ist klar: Funktion und Nachhaltigkeit sollen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Eine Jacke muss im Gebirge zuverlässig funktionieren und gleichzeitig so entwickelt sein, dass ihre Auswirkungen auf die Umwelt möglichst gering bleiben. Auch PFC-freie Bekleidung braucht Pflege Jede wasserabweisende Ausrüstung verliert durch Reibung, Schmutz und häufige Nutzung mit der Zeit an Wirkung. Das gilt auch für PFC-freie Imprägnierungen. Wenn Wasser nicht mehr sauber abperlt, ist deine Jacke deshalb nicht automatisch undicht. Häufig muss sie zuerst richtig gereinigt oder neu imprägniert werden. Beachte dabei folgende Grundregeln: Pflegeetikett kontrollieren spezielles Waschmittel für Funktionsbekleidung verwenden auf Weichspüler verzichten Waschmittelreste gründlich ausspülen RADYS Hard- und Softshell-Produkte an der Luft trocknen bei Bedarf ein PFC-freies Imprägnierspray verwenden Die richtige Pflege erhält die Funktion und verlängert die Lebensdauer des Produkts. Auch das ist ein wichtiger Teil nachhaltiger Outdoorbekleidung. Soll ich ältere Outdoorbekleidung mit fluorierter Imprägnierung entsorgen? Eine noch funktionierende Jacke solltest du nicht vorschnell wegwerfen. Ein Produkt möglichst lange zu nutzen, zu pflegen und bei Bedarf zu reparieren, ist in vielen Fällen sinnvoller als ein sofortiger Neukauf. Wenn eine Neuanschaffung ansteht, kannst du gezielt auf transparente Angaben wie PFC-freie Imprägnierung und PFAS-freie Membran achten. So unterstützt du Technologien, die langfristig ohne schwer abbaubare fluorierte Chemikalien auskommen. Verantwortung beginnt beim Material PFAS haben Outdoorbekleidung lange leistungsfähiger gemacht. Ihre extreme Beständigkeit ist jedoch gleichzeitig ihr grösstes Problem. Was Regen, Öl und Schmutz zuverlässig abweist, verschwindet nach der Nutzung nicht einfach wieder. PFC-freie Imprägnierungen zeigen, dass zuverlässiger Wetterschutz auch ohne diese Ewigkeitschemikalien möglich ist. Mit der PFAS-freien R’Tech Nano Membrane geht RADYS noch weiter und verbindet eine innovative Membrantechnologie mit einem konsequenten Umweltanspruch. Denn echte Performance zeigt sich nicht nur darin, wie gut ein Produkt heute funktioniert. Sondern auch darin, welche Spuren es morgen hinterlässt.
Wasserdicht oder wasserabweisend: Was ist der Unterschied?
Die Wetter-App zeigt ein paar Wolken. Am Horizont wird es trotzdem immer dunkler. Reicht jetzt die Softshell oder gehört die Hardshell in den Rucksack? Wer Outdoorbekleidung kauft, begegnet Begriffen wie wasserdicht, wasserfest und wasserabweisend. Sie klingen ähnlich, bedeuten aber nicht dasselbe. Spätestens bei längerem Regen kann dieser Unterschied darüber entscheiden, ob du trocken bleibst oder deine Tour in nasser Kleidung beendest. Wir erklären dir, was die Begriffe wirklich bedeuten, welche Rolle die Wassersäule spielt und wann bei RADYS der R1 Hard Shell Layer oder der R2 Soft Shell Layer die richtige Wahl ist. Wasserabweisend und wasserdicht Die Begriffe beschreiben unterschiedliche Schutzstufen. Entscheidend ist nicht nur das Material, sondern die gesamte Konstruktion eines Kleidungsstücks. Wasserabweisend Bei einem wasserabweisenden Material perlen Wassertropfen zunächst von der Oberfläche ab. Dafür sorgt meist eine Imprägnierung. Sie schützt bei Nieselregen, leichtem Schneefall und kurzen Schauern. Die Wirkung ist jedoch zeitlich begrenzt. Bei längerem oder starkem Regen kann Wasser in den Oberstoff eindringen. Auch Abrieb, Schmutz und häufiges Tragen reduzieren den Abperleffekt mit der Zeit. Wasserabweisende Materialien sind häufig besonders atmungsaktiv, elastisch und angenehm zu tragen. Genau hier liegt ihre Stärke. Wasserdicht Wasserdichte Bekleidung ist dafür konstruiert, auch bei starkem oder länger anhaltendem Niederschlag trocken zu halten. Dafür braucht es in der Regel eine wasserdichte Membran sowie entsprechend verarbeitete Nähte und Übergänge. Eine gute Hardshell hält Regen und Wind draussen, lässt gleichzeitig aber Wasserdampf von innen nach aussen entweichen. So schützt sie dich vor äusserer Nässe, ohne die beim Aufstieg entstehende Feuchtigkeit vollständig einzuschliessen. Was sagt die Wassersäule aus? Die Wassersäule zeigt, welchem Wasserdruck ein Material standhält, bevor Feuchtigkeit hindurchdringt. Sie wird in Millimetern angegeben. Je höher der Wert, desto grösser ist grundsätzlich der Schutz vor Wasserdruck. Dieser entsteht nicht nur durch Regen. Auch ein Rucksackgurt, das Sitzen auf nassem Untergrund oder starker Wind können zusätzlichen Druck auf das Material ausüben. Die Wassersäule ist wichtig, aber sie erzählt nicht die ganze Geschichte. Für zuverlässigen Wetterschutz müssen auch die Nähte, Reissverschlüsse, Kapuze und Abschlüsse funktional konstruiert sein. Gleichzeitig ist der höchste Wert nicht automatisch für jede Tour die beste Wahl. Bei trockenen Bedingungen können Bewegungsfreiheit, Luftaustausch und Komfort wichtiger sein als maximaler Regenschutz. 5.000 mm: ausreichend für Alltag und leichten Regen 10.000 mm: guter Schutz bei mässigem Regen und kurzen Schauern 15.000–20.000 mm: ideal für längere Bergtouren und stärkeren Regen 25.000 mm und mehr: geeignet für extreme Bedingungen (Expeditionen, Eisklettern) R1 Hard Shell Layer: Wenn du zuverlässigen Wetterschutz brauchst Der RADYS R1 Hard Shell Layer ist die äusserste Schutzschicht des Modular Layering Systems. Er ist wasser- und winddicht, atmungsaktiv und robust. Ein Beispiel ist die R1 Hiking Tech Jacket. Ihr dreilagiges R’Tech Hiking Material besteht aus Polyamid mit einer PU-Membran. Sie erreicht eine Wassersäule von 20’000 Millimetern und eine Atmungsaktivität von 40’000 g/m²/24h. Das bedeutet: Die Jacke bietet zuverlässigen Schutz bei Regen und Wind, während Wasserdampf nach aussen transportiert werden kann. Die R’Sonic Verarbeitung sorgt zudem für flache, elastische und langlebige Stoffverbindungen. Ein R1 Layer gehört zu deiner Ausrüstung, wenn: längerer oder stärkerer Regen möglich ist du in exponiertem Gelände unterwegs bist Schnee, Wind oder rasche Wetterwechsel zu erwarten sind deine Tour mehrere Stunden oder Tage dauert zuverlässiger Wetterschutz wichtiger ist als maximale Luftdurchlässigkeit Auch wenn beim Start die Sonne scheint, kann die leichte Hardshell als Sicherheitsreserve in den Rucksack gehören. Besonders in den Bergen verändern sich die Bedingungen oft schneller als erwartet. R2 Soft Shell Layer: Für Bewegung, Komfort und Luftaustausch Der RADYS R2 Soft Shell Layer verfolgt einen anderen Ansatz. Er ist wind- und wasserabweisend, elastisch und auf einen hohen Klima- und Bewegungskomfort ausgelegt. Die RADYS R’Shell Softshell-Stoffe sind Doppelgewebe ohne integrierte Membran. Dadurch bleibt der Luftaustausch besonders angenehm. Leichter Niederschlag perlt zunächst ab, bei lang anhaltendem oder starkem Regen ist der R2 Layer jedoch kein Ersatz für eine wasserdichte Hardshell. Die R2 Hiking Softshell Jacket besteht beispielsweise aus einem elastischen R’Shell Hiking Material und ist zu 80 Prozent windabweisend. Die R2 Alpine Softshell Jacket kombiniert ebenfalls wasser- und windabweisende Materialien mit strategischer Belüftung und einem temperaturregulierenden Merino-Knit-Lining. Ein R2 Layer eignet sich besonders, wenn: die Bedingungen überwiegend trocken sind du dich intensiv bewegst und viel Körperwärme produzierst ein kurzer Schauer oder leichter Schneefall möglich ist Bewegungsfreiheit besonders wichtig ist du Schutz vor Wind möchtest, ohne auf einen hohen Luftaustausch zu verzichten Bei Wanderungen, schnellen Aufstiegen und Skitouren unter stabilen Bedingungen ist die Softshell deshalb oft die angenehmere Hauptschicht. Die beste Lösung ist oft nicht R1 oder R2, sondern R1 und R2 Das RADYS Modular Layering System ist darauf ausgelegt, dass sich die einzelnen Schichten flexibel kombinieren lassen. Unter trockenen Bedingungen trägst du den R2 Soft Shell Layer als komfortable Aussenschicht. Wird der Regen stärker oder das Wetter unberechenbar, ziehst du den R1 Hard Shell Layer darüber. So musst du dich nicht bereits am Morgen für den ganzen Tag festlegen. Du passt deinen Schutz an Temperatur, Intensität und Wetter an. Das ist besonders bei längeren Bergtouren sinnvoll: Beim Aufstieg sorgt R2 für Bewegungsfreiheit und angenehmen Luftaustausch. Auf einem windigen Grat bietet R2 zusätzlichen Schutz vor Auskühlung. Bei einsetzendem Dauerregen übernimmt R1 den vollständigen Wetterschutz. In einer Pause lassen sich je nach Temperatur weitere isolierende Layer ergänzen. Jede Schicht übernimmt eine klare Aufgabe. Gemeinsam entsteht ein flexibles System, das dich nicht nur schützt, sondern auch unnötiges Schwitzen reduziert. Drei häufige Missverständnisse 1. Wasserdicht ist immer besser Nicht unbedingt. Eine wasserdichte Hardshell bietet mehr Schutz vor Niederschlag, kann bei intensiver Bewegung und trockenen Bedingungen aber weniger luftig wirken als eine Softshell. Die beste Jacke ist jene, die zur Aktivität und zum Wetter passt. 2. Wenn Wasser abperlt, ist die Jacke wasserdicht Der Abperleffekt zeigt in erster Linie, dass die Imprägnierung funktioniert. Auch ein nicht wasserdichtes Softshell-Material kann Wasser zunächst abweisen. Ob ein Kleidungsstück wirklich wasserdicht ist, hängt vom gesamten Aufbau ab. 3. Eine hohe Wassersäule reicht als Qualitätsmerkmal Die Wassersäule bewertet das Material unter Wasserdruck. Für die Praxis sind jedoch auch Atmungsaktivität, Nahtverarbeitung, Reissverschlüsse, Kapuze, Passform und Pflege entscheidend. Auch die richtige Pflege zählt Die wasserabweisende Imprägnierung wird durch Schmutz, Schweiss und Reibung beansprucht. Wenn Wasser nicht mehr abperlt, muss die Jacke deshalb nicht automatisch undicht sein. Häufig benötigt die Oberfläche zuerst eine Reinigung oder eine Auffrischung der Imprägnierung. Wasche R1- und R2-Produkte mit einem speziellen Membran-Waschmittel, verzichte auf Weichspüler und beachte immer das Pflegeetikett. RADYS empfiehlt für Hard- und Softshell-Produkte das Trocknen an der Luft sowie eine regelmässige Auffrischung der PFC-freien Imprägnierung. Der richtige Schutz für die richtigen Bedingungen Wasserdicht und wasserabweisend sind keine konkurrierenden Qualitätsstufen. Sie erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Der R1 Hard Shell Layer bietet zuverlässigen Schutz, wenn Regen, Schnee und Wind keine Kompromisse erlauben. Der R2 Soft Shell Layer spielt seine Stärken aus, wenn Bewegungsfreiheit, Atmungsaktivität und Komfort im Vordergrund stehen. Wer beide richtig einsetzt, ist nicht einfach maximal, sondern passend geschützt. Genau darum geht es beim Modular Layering System von RADYS.
Flagship Store
Unser Flagshipstore in Solothurn ist die zentrale Anlaufstelle für die gesamte Radys Kollektion.
Hier erlebst du unsere neueste Kollektion hautnah, profitierst von unserer fachkundigen Beratung und findest das perfekte Outfit für dein nächstes Abenteuer.



