Ready to explore
Bei Radys gehen wir unseren eigenen Weg bei der Entwicklung nachhaltiger Funktionsbekleidung. Als erfahrene Outdoor-Sportler und Textilexperten setzen wir auf eine limitierte Kollektion langlebiger Produkte - die durch exakte Passform, fortschrittliche Technologien und umweltfreundliche Fertigung dauerhaft überzeugen.
Modular Layering System
Unsere innovative Bergsportbekleidung wird in den Schweizer Alpen entwickelt, ist universell einsetzbar und lässt sich perfekt miteinander kombinieren. Das durchdachte Modular Layering System macht es dir leicht, ein passendes Outfit für jede Wetterlage und Aktivität zusammenzustellen.


R'Sonic - Kissbonding Technologie
Übereinander gelegte Stoffe können durch ein Ultraschall aktiviertes Rad geschnitten und verschweisst werden. Nach dem Aufklappen wird die sich küssende Naht innen mit einem Stoffband dauerhaft verstärkt, wodurch ultra flache und elastische Stoffverbindungen erreicht werden.
Stories, Ratgeber und Infos
PFAS und PFC: Was steckt dahinter und warum ist PFAS/PFC-frei wichtig?
Regen perlt ab. Schnee bleibt nicht haften. Schmutz lässt sich einfach abwischen. Lange galten fluorierte Chemikalien als ideale Lösung, um Outdoorbekleidung dauerhaft vor Wasser, Öl und Verschmutzung zu schützen. Das Problem: Viele dieser Stoffe bleiben nicht nur lange auf der Jacke, sondern auch extrem lange in der Umwelt. Deshalb begegnen dir auf Outdoorprodukten heute immer häufiger Begriffe wie PFC-frei oder PFAS-frei. Doch was bedeuten diese Abkürzungen? Sind PFC und PFAS dasselbe? Und kann eine Hardshell ohne diese Stoffe überhaupt zuverlässig vor Regen schützen? Wir bringen Ordnung in die Begriffe und zeigen, weshalb RADYS schon früh auf eine PFC-freie Wasserabweisung umgestellt hat. Was sind PFAS? PFAS steht für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen. Dahinter verbirgt sich keine einzelne Chemikalie, sondern eine sehr grosse und vielfältige Stoffgruppe. PFAS werden seit Jahrzehnten in zahlreichen industriellen Prozessen und Konsumgütern eingesetzt. Sie finden sich beispielsweise in bestimmten Beschichtungen, Lebensmittelverpackungen, Löschschäumen, Pfannen und Textilien. Der Grund für ihren breiten Einsatz liegt in ihren besonderen Eigenschaften. Viele PFAS sind beständig gegen: Wasser Öl und Fett Schmutz Hitze chemische Einflüsse Diese Eigenschaften entstehen unter anderem durch sehr stabile Kohlenstoff-Fluor-Verbindungen. Genau diese Stabilität macht PFAS technisch interessant und ökologisch problematisch. Was bedeutet PFC? Der Begriff PFC wurde in der Outdoor- und Textilbranche lange als Sammelbegriff für fluorierte Chemikalien verwendet. Deshalb ist auf vielen Produkten und in älteren Informationen von PFC-freien Imprägnierungen die Rede. Heute wird häufiger der Begriff PFAS verwendet. Er ist wissenschaftlich und regulatorisch präziser und umfasst eine grosse Gruppe per- und polyfluorierter Alkylsubstanzen. Im Zusammenhang mit Outdoorbekleidung verfolgen die Bezeichnungen PFC-frei und PFAS-frei meist dieselbe grundsätzliche Botschaft: Die wasserabweisende Funktion soll ohne die problematischen fluorierten Chemikalien erreicht werden. Trotzdem lohnt sich ein genauer Blick. Manche Aussagen beziehen sich nur auf die Imprägnierung des Oberstoffs, andere auf die verwendete Membran oder das gesamte Produkt. Transparente Angaben zur jeweiligen Technologie sind deshalb wichtig. Warum wurden PFAS in Outdoorbekleidung eingesetzt? Bei Wetterschutzbekleidung kamen fluorierte Chemikalien vor allem für die dauerhaft wasserabweisende Ausrüstung des Obermaterials zum Einsatz. Häufig wird dafür die Abkürzung DWR verwendet. Sie steht für Durable Water Repellent. Eine solche Behandlung sorgt dafür, dass sich Wasser zu Tropfen formt und von der Oberfläche abrollt. Der Aussenstoff saugt sich dadurch weniger schnell voll, bleibt leichter und fühlt sich angenehmer an. Wichtig ist die Unterscheidung: Die Imprägnierung macht eine Hardshell nicht allein wasserdicht. Für die eigentliche Wasserdichtigkeit sind vor allem die Membran, die Verarbeitung der Nähte und die Konstruktion des Kleidungsstücks verantwortlich. Die Imprägnierung unterstützt diese Funktion, indem sie verhindert, dass sich der Oberstoff zu schnell mit Wasser vollsaugt. Warum gelten PFAS als problematisch? Die aussergewöhnliche Beständigkeit der Stoffe hat eine Kehrseite. Viele PFAS werden in der Natur kaum oder nur sehr langsam abgebaut. Deshalb werden sie häufig als Ewigkeitschemikalien bezeichnet. Gelangen PFAS in die Umwelt, können sie sich über Wasser und Böden verbreiten. Einige Stoffe können sich zudem in Menschen, Tieren und Nahrungsketten anreichern. Die nachträgliche Entfernung aus belastetem Wasser oder Boden ist technisch aufwendig und teuer. PFAS bilden eine grosse Stoffgruppe und sind nicht alle gleich gut untersucht oder gleich zu bewerten. Bei mehreren bekannten Vertretern wurden jedoch negative Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit festgestellt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit betrachtet bei vier besonders untersuchten PFAS die verminderte Reaktion des Immunsystems auf Impfungen als kritischen gesundheitlichen Effekt. Das Grundproblem bleibt unabhängig von einzelnen Substanzen bestehen: Was über sehr lange Zeit nicht zerfällt, kann sich über Generationen in der Umwelt verteilen und dort erhalten bleiben. Wie gelangen PFAS in die Umwelt? Der Eintrag kann entlang verschiedener Phasen des Produktlebenszyklus erfolgen: bei der Herstellung der Chemikalien während der Produktion und Ausrüstung von Textilien durch Nutzung, Abrieb und Waschen bei der Entsorgung oder Verbrennung über belastete Abwässer und Produktionsstandorte Die einzelne Jacke ist dabei nur ein Teil eines viel grösseren Gesamtbilds. PFAS kommen in zahlreichen Anwendungen vor. Gerade deshalb ist es wichtig, dort auf fluorierte Chemikalien zu verzichten, wo funktionierende Alternativen verfügbar sind. Bedeutet PFC-frei weniger Wetterschutz? Nein. Eine PFC-freie Imprägnierung kann Wasser weiterhin zuverlässig abweisen. Sie muss jedoch korrekt auf das Material abgestimmt und regelmässig gepflegt werden. Wir weisen offen auf einen kleinen Unterschied hin: Eine PFC-freie Behandlung weist Öl weniger stark ab als eine klassische fluorierte Ausrüstung. Für Bergsportbekleidung ist dies in den meisten Situationen kaum relevant. Entscheidend ist der Schutz vor Regen, Schnee und Feuchtigkeit. Bei einer Hardshell entsteht zuverlässiger Wetterschutz ohnehin aus mehreren Komponenten: einer wasserdichten und atmungsaktiven Membran funktional verarbeiteten Nähten passenden Reissverschlüssen und Abschlüssen einer wasserabweisenden Behandlung des Oberstoffs einer durchdachten Kapuzen- und Schnittkonstruktion PFC-frei bedeutet deshalb nicht automatisch weniger Leistung. Es bedeutet, die notwendige Funktion mit einer verantwortungsvolleren chemischen Lösung zu erreichen. Der RADYS Weg: PFC-frei seit 2014 Wir stellten bereits 2014 die gesamte Kollektion auf eine PFC-freie Wasserabweisung um. Damit gehörten wir zu den frühen Vorreitern der Outdoorbranche. Bei den Wetterschutzlayern verwenden wir eine PFC-freie Imprägnierung, die Wasser abperlen lässt, ohne dafür die problematischen Ewigkeitschemikalien einzusetzen. Der Anspruch dahinter ist klar: Funktion und Nachhaltigkeit sollen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Eine Jacke muss im Gebirge zuverlässig funktionieren und gleichzeitig so entwickelt sein, dass ihre Auswirkungen auf die Umwelt möglichst gering bleiben. Auch PFC-freie Bekleidung braucht Pflege Jede wasserabweisende Ausrüstung verliert durch Reibung, Schmutz und häufige Nutzung mit der Zeit an Wirkung. Das gilt auch für PFC-freie Imprägnierungen. Wenn Wasser nicht mehr sauber abperlt, ist deine Jacke deshalb nicht automatisch undicht. Häufig muss sie zuerst richtig gereinigt oder neu imprägniert werden. Beachte dabei folgende Grundregeln: Pflegeetikett kontrollieren spezielles Waschmittel für Funktionsbekleidung verwenden auf Weichspüler verzichten Waschmittelreste gründlich ausspülen RADYS Hard- und Softshell-Produkte an der Luft trocknen bei Bedarf ein PFC-freies Imprägnierspray verwenden Die richtige Pflege erhält die Funktion und verlängert die Lebensdauer des Produkts. Auch das ist ein wichtiger Teil nachhaltiger Outdoorbekleidung. Soll ich ältere Outdoorbekleidung mit fluorierter Imprägnierung entsorgen? Eine noch funktionierende Jacke solltest du nicht vorschnell wegwerfen. Ein Produkt möglichst lange zu nutzen, zu pflegen und bei Bedarf zu reparieren, ist in vielen Fällen sinnvoller als ein sofortiger Neukauf. Wenn eine Neuanschaffung ansteht, kannst du gezielt auf transparente Angaben wie PFC-freie Imprägnierung und PFAS-freie Membran achten. So unterstützt du Technologien, die langfristig ohne schwer abbaubare fluorierte Chemikalien auskommen. Verantwortung beginnt beim Material PFAS haben Outdoorbekleidung lange leistungsfähiger gemacht. Ihre extreme Beständigkeit ist jedoch gleichzeitig ihr grösstes Problem. Was Regen, Öl und Schmutz zuverlässig abweist, verschwindet nach der Nutzung nicht einfach wieder. PFC-freie Imprägnierungen zeigen, dass zuverlässiger Wetterschutz auch ohne diese Ewigkeitschemikalien möglich ist. Mit der PFAS-freien R’Tech Nano Membrane geht RADYS noch weiter und verbindet eine innovative Membrantechnologie mit einem konsequenten Umweltanspruch. Denn echte Performance zeigt sich nicht nur darin, wie gut ein Produkt heute funktioniert. Sondern auch darin, welche Spuren es morgen hinterlässt.
Wasserdicht oder wasserabweisend: Was ist der Unterschied?
Die Wetter-App zeigt ein paar Wolken. Am Horizont wird es trotzdem immer dunkler. Reicht jetzt die Softshell oder gehört die Hardshell in den Rucksack? Wer Outdoorbekleidung kauft, begegnet Begriffen wie wasserdicht, wasserfest und wasserabweisend. Sie klingen ähnlich, bedeuten aber nicht dasselbe. Spätestens bei längerem Regen kann dieser Unterschied darüber entscheiden, ob du trocken bleibst oder deine Tour in nasser Kleidung beendest. Wir erklären dir, was die Begriffe wirklich bedeuten, welche Rolle die Wassersäule spielt und wann bei RADYS der R1 Hard Shell Layer oder der R2 Soft Shell Layer die richtige Wahl ist. Wasserabweisend und wasserdicht Die Begriffe beschreiben unterschiedliche Schutzstufen. Entscheidend ist nicht nur das Material, sondern die gesamte Konstruktion eines Kleidungsstücks. Wasserabweisend Bei einem wasserabweisenden Material perlen Wassertropfen zunächst von der Oberfläche ab. Dafür sorgt meist eine Imprägnierung. Sie schützt bei Nieselregen, leichtem Schneefall und kurzen Schauern. Die Wirkung ist jedoch zeitlich begrenzt. Bei längerem oder starkem Regen kann Wasser in den Oberstoff eindringen. Auch Abrieb, Schmutz und häufiges Tragen reduzieren den Abperleffekt mit der Zeit. Wasserabweisende Materialien sind häufig besonders atmungsaktiv, elastisch und angenehm zu tragen. Genau hier liegt ihre Stärke. Wasserdicht Wasserdichte Bekleidung ist dafür konstruiert, auch bei starkem oder länger anhaltendem Niederschlag trocken zu halten. Dafür braucht es in der Regel eine wasserdichte Membran sowie entsprechend verarbeitete Nähte und Übergänge. Eine gute Hardshell hält Regen und Wind draussen, lässt gleichzeitig aber Wasserdampf von innen nach aussen entweichen. So schützt sie dich vor äusserer Nässe, ohne die beim Aufstieg entstehende Feuchtigkeit vollständig einzuschliessen. Was sagt die Wassersäule aus? Die Wassersäule zeigt, welchem Wasserdruck ein Material standhält, bevor Feuchtigkeit hindurchdringt. Sie wird in Millimetern angegeben. Je höher der Wert, desto grösser ist grundsätzlich der Schutz vor Wasserdruck. Dieser entsteht nicht nur durch Regen. Auch ein Rucksackgurt, das Sitzen auf nassem Untergrund oder starker Wind können zusätzlichen Druck auf das Material ausüben. Die Wassersäule ist wichtig, aber sie erzählt nicht die ganze Geschichte. Für zuverlässigen Wetterschutz müssen auch die Nähte, Reissverschlüsse, Kapuze und Abschlüsse funktional konstruiert sein. Gleichzeitig ist der höchste Wert nicht automatisch für jede Tour die beste Wahl. Bei trockenen Bedingungen können Bewegungsfreiheit, Luftaustausch und Komfort wichtiger sein als maximaler Regenschutz. 5.000 mm: ausreichend für Alltag und leichten Regen 10.000 mm: guter Schutz bei mässigem Regen und kurzen Schauern 15.000–20.000 mm: ideal für längere Bergtouren und stärkeren Regen 25.000 mm und mehr: geeignet für extreme Bedingungen (Expeditionen, Eisklettern) R1 Hard Shell Layer: Wenn du zuverlässigen Wetterschutz brauchst Der RADYS R1 Hard Shell Layer ist die äusserste Schutzschicht des Modular Layering Systems. Er ist wasser- und winddicht, atmungsaktiv und robust. Ein Beispiel ist die R1 Hiking Tech Jacket. Ihr dreilagiges R’Tech Hiking Material besteht aus Polyamid mit einer PU-Membran. Sie erreicht eine Wassersäule von 20’000 Millimetern und eine Atmungsaktivität von 40’000 g/m²/24h. Das bedeutet: Die Jacke bietet zuverlässigen Schutz bei Regen und Wind, während Wasserdampf nach aussen transportiert werden kann. Die R’Sonic Verarbeitung sorgt zudem für flache, elastische und langlebige Stoffverbindungen. Ein R1 Layer gehört zu deiner Ausrüstung, wenn: längerer oder stärkerer Regen möglich ist du in exponiertem Gelände unterwegs bist Schnee, Wind oder rasche Wetterwechsel zu erwarten sind deine Tour mehrere Stunden oder Tage dauert zuverlässiger Wetterschutz wichtiger ist als maximale Luftdurchlässigkeit Auch wenn beim Start die Sonne scheint, kann die leichte Hardshell als Sicherheitsreserve in den Rucksack gehören. Besonders in den Bergen verändern sich die Bedingungen oft schneller als erwartet. R2 Soft Shell Layer: Für Bewegung, Komfort und Luftaustausch Der RADYS R2 Soft Shell Layer verfolgt einen anderen Ansatz. Er ist wind- und wasserabweisend, elastisch und auf einen hohen Klima- und Bewegungskomfort ausgelegt. Die RADYS R’Shell Softshell-Stoffe sind Doppelgewebe ohne integrierte Membran. Dadurch bleibt der Luftaustausch besonders angenehm. Leichter Niederschlag perlt zunächst ab, bei lang anhaltendem oder starkem Regen ist der R2 Layer jedoch kein Ersatz für eine wasserdichte Hardshell. Die R2 Hiking Softshell Jacket besteht beispielsweise aus einem elastischen R’Shell Hiking Material und ist zu 80 Prozent windabweisend. Die R2 Alpine Softshell Jacket kombiniert ebenfalls wasser- und windabweisende Materialien mit strategischer Belüftung und einem temperaturregulierenden Merino-Knit-Lining. Ein R2 Layer eignet sich besonders, wenn: die Bedingungen überwiegend trocken sind du dich intensiv bewegst und viel Körperwärme produzierst ein kurzer Schauer oder leichter Schneefall möglich ist Bewegungsfreiheit besonders wichtig ist du Schutz vor Wind möchtest, ohne auf einen hohen Luftaustausch zu verzichten Bei Wanderungen, schnellen Aufstiegen und Skitouren unter stabilen Bedingungen ist die Softshell deshalb oft die angenehmere Hauptschicht. Die beste Lösung ist oft nicht R1 oder R2, sondern R1 und R2 Das RADYS Modular Layering System ist darauf ausgelegt, dass sich die einzelnen Schichten flexibel kombinieren lassen. Unter trockenen Bedingungen trägst du den R2 Soft Shell Layer als komfortable Aussenschicht. Wird der Regen stärker oder das Wetter unberechenbar, ziehst du den R1 Hard Shell Layer darüber. So musst du dich nicht bereits am Morgen für den ganzen Tag festlegen. Du passt deinen Schutz an Temperatur, Intensität und Wetter an. Das ist besonders bei längeren Bergtouren sinnvoll: Beim Aufstieg sorgt R2 für Bewegungsfreiheit und angenehmen Luftaustausch. Auf einem windigen Grat bietet R2 zusätzlichen Schutz vor Auskühlung. Bei einsetzendem Dauerregen übernimmt R1 den vollständigen Wetterschutz. In einer Pause lassen sich je nach Temperatur weitere isolierende Layer ergänzen. Jede Schicht übernimmt eine klare Aufgabe. Gemeinsam entsteht ein flexibles System, das dich nicht nur schützt, sondern auch unnötiges Schwitzen reduziert. Drei häufige Missverständnisse 1. Wasserdicht ist immer besser Nicht unbedingt. Eine wasserdichte Hardshell bietet mehr Schutz vor Niederschlag, kann bei intensiver Bewegung und trockenen Bedingungen aber weniger luftig wirken als eine Softshell. Die beste Jacke ist jene, die zur Aktivität und zum Wetter passt. 2. Wenn Wasser abperlt, ist die Jacke wasserdicht Der Abperleffekt zeigt in erster Linie, dass die Imprägnierung funktioniert. Auch ein nicht wasserdichtes Softshell-Material kann Wasser zunächst abweisen. Ob ein Kleidungsstück wirklich wasserdicht ist, hängt vom gesamten Aufbau ab. 3. Eine hohe Wassersäule reicht als Qualitätsmerkmal Die Wassersäule bewertet das Material unter Wasserdruck. Für die Praxis sind jedoch auch Atmungsaktivität, Nahtverarbeitung, Reissverschlüsse, Kapuze, Passform und Pflege entscheidend. Auch die richtige Pflege zählt Die wasserabweisende Imprägnierung wird durch Schmutz, Schweiss und Reibung beansprucht. Wenn Wasser nicht mehr abperlt, muss die Jacke deshalb nicht automatisch undicht sein. Häufig benötigt die Oberfläche zuerst eine Reinigung oder eine Auffrischung der Imprägnierung. Wasche R1- und R2-Produkte mit einem speziellen Membran-Waschmittel, verzichte auf Weichspüler und beachte immer das Pflegeetikett. RADYS empfiehlt für Hard- und Softshell-Produkte das Trocknen an der Luft sowie eine regelmässige Auffrischung der PFC-freien Imprägnierung. Der richtige Schutz für die richtigen Bedingungen Wasserdicht und wasserabweisend sind keine konkurrierenden Qualitätsstufen. Sie erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Der R1 Hard Shell Layer bietet zuverlässigen Schutz, wenn Regen, Schnee und Wind keine Kompromisse erlauben. Der R2 Soft Shell Layer spielt seine Stärken aus, wenn Bewegungsfreiheit, Atmungsaktivität und Komfort im Vordergrund stehen. Wer beide richtig einsetzt, ist nicht einfach maximal, sondern passend geschützt. Genau darum geht es beim Modular Layering System von RADYS.
So wäschst du deine Hardshell-Jacke richtig
Wie wasche ich meine Hardshell-Jacke richtig? Dreck am Saum, Salzspuren am Kragen und Schweiss auf der Innenseite: Eine Hardshell-Jacke muss draussen einiges aushalten. Irgendwann stellt sich deshalb die Frage, ob die Jacke in die Waschmaschine darf. Die kurze Antwort lautet: Ja. Sie sollte sogar regelmässig gereinigt werden. Schmutz, Schweiss, Hautfette und Waschmittelrückstände können die Funktion des Materials beeinträchtigen. Richtiges Waschen hilft dabei, die Atmungsaktivität zu erhalten und die Lebensdauer deiner Jacke zu verlängern. Entscheidend ist nicht, ob du deine Hardshell wäschst, sondern wie du es machst. Warum muss eine Hardshell überhaupt gewaschen werden? Eine Hardshell schützt dich vor Wind und Niederschlag. Gleichzeitig lässt ihre Membran Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf nach aussen entweichen. Damit dieses Zusammenspiel funktioniert, müssen das Material und die Oberfläche frei von Schmutz und Rückständen bleiben. Besonders im Bereich des Kragens, der Kapuze, der Ärmelabschlüsse und unter den Rucksackträgern sammeln sich mit der Zeit Schweiss, Hautfette und Staub. Auch die wasserabweisende Imprägnierung auf der Aussenseite wird durch Nutzung und Reibung beansprucht. Perlt Regen nicht mehr ab, saugt sich der Oberstoff zunehmend mit Wasser voll. Die Membran kann weiterhin wasserdicht sein, die Jacke fühlt sich aber schwerer und weniger atmungsaktiv an. Waschen ist deshalb kein Feind deiner Hardshell. Die falsche Pflege ist es. Wann ist es Zeit für eine Wäsche? Es gibt keinen festen Waschplan, der für alle passt. Wie oft deine Jacke gereinigt werden sollte, hängt davon ab, wie intensiv du sie nutzt. Zeit für eine Wäsche ist es, wenn: · die Jacke sichtbar verschmutzt ist · sie unangenehm riecht · sich Schweiss- oder Salzränder bilden · der Oberstoff Wasser aufsaugt, statt es abperlen zu lassen · du die Jacke während mehrerer intensiver Touren getragen hast Du musst deine Hardshell nicht nach jedem Einsatz waschen. Nach einer schweisstreibenden Mehrtagestour ist eine Reinigung jedoch sinnvoller, als die verschmutzte Jacke monatelang im Schrank hängen zu lassen. Schritt 1: Pflegeetikett kontrollieren Bevor du startest, wirf einen Blick auf das Pflegeetikett. Seine Angaben haben immer Vorrang, denn Materialien, Membranen und Verarbeitung können sich je nach Modell unterscheiden. Die folgenden Schritte eignen sich grundsätzlich für RADYS Hardshells aus dem R1 Layer. Bei Unsicherheit hältst du dich an die Hinweise des jeweiligen Produkts oder fragst direkt bei RADYS nach. Schritt 2: Die Jacke vorbereiten Eine gute Vorbereitung schützt die Jacke vor unnötiger Reibung und verhindert Beschädigungen während des Waschgangs. Vor dem Waschen solltest du: · alle Taschen vollständig leeren · Front- und Taschenreissverschlüsse schliessen · Unterarmbelüftungen schliessen · Klettverschlüsse und Druckknöpfe schliessen · Zugkordeln lockern · losen Schmutz vorsichtig abschütteln oder abbürsten · die Jacke auf links drehen Achte zudem darauf, dass sich keine Reste von Weichspüler oder herkömmlichem Waschmittel in der Waschmittelschublade befinden. Bei Bedarf kannst du die Schublade kurz ausspülen und die Maschine vorab leer spülen lassen. Schritt 3: Das richtige Waschmittel verwenden Für deine Hardshell brauchst du ein flüssiges Spezialwaschmittel für Membran- oder Funktionsbekleidung. Es reinigt das Material, ohne seine technischen Eigenschaften unnötig zu belasten. Verzichte konsequent auf: · Weichspüler · Bleichmittel · optische Aufheller · aggressive Fleckenentferner · Pulverwaschmittel Weichspüler kann sich auf die Fasern legen und die Atmungsaktivität beeinträchtigen. Auch Waschmittelrückstände sind problematisch. Verwende deshalb nur die empfohlene Menge und dosiere nicht nach dem Prinzip «mehr hilft mehr». Schritt 4: Schonend waschen Wasche die Hardshell bei der auf dem Pflegeetikett angegebenen Temperatur. In vielen Fällen sind 30 Grad und ein sanftes Programm wie Feinwäsche oder Pflegeleicht die richtige Wahl. Wähle eine niedrige Schleuderdrehzahl und gib der Jacke ausreichend Platz in der Trommel. Eine vollgestopfte Waschmaschine verhindert, dass sie sauber ausgespült wird. Nach dem eigentlichen Waschgang ist gründliches Spülen besonders wichtig. Waschmittelreste können die Atmungsaktivität beeinträchtigen. Nutze deshalb nach Möglichkeit einen zusätzlichen Spülgang. Kurz zusammengefasst: · Temperatur gemäss Pflegeetikett, häufig 30 Grad · Schon- oder Feinwaschprogramm · niedrige Schleuderdrehzahl · sparsame Waschmitteldosierung · mindestens ein gründlicher Spülgang Schritt 5: An der Luft trocknen Wir empfehlen für Hard- und Softshell-Produkte aus den Layern R1 und R2, auf den Wäschetrockner zu verzichten. Hohe Wärme kann die Funktionalität des Materials beeinträchtigen. Hänge deine Jacke nach dem Waschen auf einen ausreichend breiten Bügel und lasse sie vollständig an der Luft trocknen. Wähle dafür einen gut belüfteten Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung und ohne unmittelbare Nähe zu einer Heizung. Achte darauf, dass auch Taschen, Kapuze, Bündchen und Nähte vollständig trocken sind, bevor du die Jacke versorgst. Schritt 6: Imprägnierung kontrollieren Die Membran sorgt für die Wasserdichtigkeit. Die Imprägnierung auf dem Obermaterial sorgt dafür, dass Wasser abperlt und sich der Stoff nicht so schnell vollsaugt. Ob die Imprägnierung noch funktioniert, kannst du mit wenigen Wassertropfen testen: · Bilden sich Tropfen und rollen vom Stoff ab, ist die Imprägnierung noch aktiv. · Zieht das Wasser in den Oberstoff ein und bildet dunkle Stellen, sollte die Imprägnierung aufgefrischt werden. RADYS empfiehlt, die PFC-freie Imprägnierung ungefähr alle zwei bis drei Waschgänge zu erneuern. Entscheidend ist jedoch auch hier der tatsächliche Zustand der Jacke. So imprägnierst du deine Hardshell richtig Verwende ein umweltfreundliches, PFC-freies Imprägnierspray, das für technische Funktionsbekleidung geeignet ist. Trage es gemäss Herstellerangaben gleichmässig auf die saubere Jacke auf. Behandle besonders beanspruchte Bereiche sorgfältig: · Schultern und oberer Rücken · Kapuze · Brustbereich · Ärmel und Ärmelabschlüsse · Bereiche unter den Rucksackträgern Entferne überschüssiges Mittel und lasse die Jacke anschliessend wieder vollständig an der Luft trocknen. Beachte sowohl das Pflegeetikett der Jacke als auch die Anleitung des Imprägniermittels. Die häufigsten Fehler bei der Hardshell-Pflege 1. Die Jacke möglichst selten waschen Viele glauben, jede Wäsche schade der Membran. Bleiben Schweiss, Hautfette und Schmutz dauerhaft im Material, kann dies die Funktion jedoch ebenfalls beeinträchtigen. Wasche die Jacke so oft wie nötig und so schonend wie möglich. 2. Normales Vollwaschmittel verwenden Herkömmliche Waschmittel können Zusätze enthalten, die für Funktionsmaterialien ungeeignet sind. Ein spezielles Membran-Waschmittel ist die bessere Wahl. 3. Weichspüler hinzufügen Was bei Alltagswäsche für ein weiches Gefühl sorgt, kann bei Funktionsbekleidung die Atmungsaktivität beeinträchtigen. Weichspüler gehört deshalb nie zur Hardshell-Wäsche. 4. Zu wenig spülen Zurückbleibendes Waschmittel kann die Funktion des Materials beeinträchtigen. Ein zusätzlicher Spülgang ist eine kleine Massnahme mit grosser Wirkung. 5. Die Jacke in den Trockner geben Pflegeempfehlungen können sich je nach Marke und Material unterscheiden. Für RADYS R1 und R2 gilt: an der Luft trocknen und auf hohe Wärme verzichten. So lagerst du deine Hardshell richtig Auch nach dem Waschen lohnt sich etwas Sorgfalt. Versorge deine Jacke erst, wenn sie vollständig trocken ist. Hänge sie locker auf einen breiten Bügel und bewahre sie an einem trockenen, kühlen und lichtgeschützten Ort auf. Vermeide es, die Jacke über längere Zeit stark komprimiert oder feucht im Rucksack zu lagern. Nach der Tour gehört sie deshalb möglichst schnell wieder ausgepackt und zum Trocknen aufgehängt. Kleine Schäden solltest du frühzeitig reparieren lassen. Ein winziger Riss ist einfacher zu beheben, bevor daraus bei der nächsten Tour ein grösseres Problem wird. Gut gepflegt. Bereit für mehr. Eine hochwertige Hardshell ist für viele Jahre und viele Abenteuer gemacht. Die richtige Pflege erhält nicht nur ihren Wetterschutz und ihre Atmungsaktivität, sondern verlängert auch ihre Lebensdauer. Das schont Ressourcen und sorgt dafür, dass du dich bei Regen, Schnee und Wind weiterhin auf deine Ausrüstung verlassen kannst. Wasche deine Hardshell mit dem richtigen Spezialwaschmittel, spüle sie gründlich, lasse sie an der Luft trocknen und frische die Imprägnierung bei Bedarf auf. So ist sie bereit, wenn das Wetter das nächste Mal nicht mitspielt.
Flagship Store
Unser Flagshipstore in Solothurn ist die zentrale Anlaufstelle für die gesamte Radys Kollektion.
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